Ein kleiner Wochenendausflug muss sein!

An meinem dritten Wochenende musste ich mir selber eine Beschäftigung suchen und entschied mich mir eine der Inseln in der Nähe von Kota Kinabalu anzusehen – die Insel Mamutik.

Von Jesselton Point, dem Anlegesteg in Kota Kinabalu, kann man Boote nach Manukan, Mamutik, Sapi und Gaya nehmen. Da ich während einer Hotelinspektion schon einen Teil der Gaya Insel gesehen hatte, wollte ich mir eine der anderen Inseln ansehen. Mamutik sollte nach einigen Blogeinträgen im Internet eine der kleineren und nicht so geschäftigen Inseln sein, also fing ich mit dieser an.

Wenn man nur einen oder zwei Tage Zeit hat und trotzdem alle Inseln sehen möchte, kann man eine Multi-Insel-Ticket kaufen und zwischendurch mit Transferbooten von Insel zu Insel fahren. Da ich noch länger in Kota Kinabalu sein werde, entschied ich mich für ein einfaches Ein-Insel-Ticket. Zusätzlich zu dem Bootticket muss man noch eine Anlegegebühr und eine Eintrittsgebühr in den Tunku Abdul Rahman Nationalpark bezahlen. Wer möchte kann sich für 10 RM eine Taucherbrille und Schnorchel mieten.

Nach den ganzen Formalitäten ging es endlich los nach Mamutik.
Die Mamutik Insel ist tatsächlich ziemlich klein. Sie beherbergt zwei riesige Restaurants, die mittags ein Buffet zu einem Festpreis servieren und einen schönen Strand mit türkisblauem Wasser.

 

 

Ich ging bis ganz zum Ende des Strandes, wo sich weniger Touristen aufhielten und sah ein Schild, dass auf einen Wanderweg hinwies („Trail“). Ich hatte über diesen Pfad in einem Blogpost gelesen. Die Autorin beschrieb ihn als etwas abenteuerlich an manchen Stellen, aber er sollte nicht sehr lang sein und zu einigen schönen abgelegenen Plätzchen führen. Bevor es zu heiß wurde, wollte ich gleich auf den Pfad.

Leider musste ich nach ungefähr zwei Minuten wieder aus dem Wald rausrennen, da ich mein Mückenspray vergessen hatte und die Mücken mir in Scharen auf Beinen und Armen saßen. Ich eilte also von dem Pfad zurück an den Strand, griff mein Schnorchelzubehör und stürtzte mich ins Wasser.
Gleich nach den ersten Metern sah ich einen kleinen Stachelrochen. Mist! Kamera vergessen! Nachdem der Rochen in der Ferne verschwunden war, holte ich schnell meine Unterwasserkamera aus dem Rucksack und ging zurück ins Wasser.

 

 

Ich war relativ früh im Wasser (gegen 9:30 Uhr morgens) und so waren noch nicht all zu viele Leute im Wasser, vor allem nicht am Ende des Strandes. Die meisten einheimischen Touristen können außerdem nicht sehr gut schwimmen und trauen sich deshalb nicht weit raus. Schwimmt man ein bisschen, so wird das Wasser klarer und man kann unter anderem Papageifische, Mondsichel-Junker, Süßlippen, Clownfische und die schon erwähnten Stachelrochen sehen. Wer schon tauchen war, wird davon nicht besonders beeindruckt sein, aber es hat mir definitv den Tag am Strand versüßt. Um mehr zu sehen, sollte man auf einen richtigen Schnorchelausflug weiter vom Strand entfernt gehen.

Nach ein paar Stunden entschied ich mich am Nachmittag nach Kota Kinabalu zurückzukehren. Dort angekommen gönnte ich mir eine Schokoladen-Erdnuss-Waffel am Pier. Glücklich darüber dass ich dem Regen knapp entkommen war, fuhr ich nach Hause, doch dort angekommen merkte ich, dass ich mir beim Schnorcheln den Rücken unglaublich doll verbrannt hatte..

Also: Bitte cremt euch immer gut ein oder wenn ihr der Unterwasserwelt nicht so sehr schaden wollt, tragt ein T-Shirt!

 

 

Kommentare

  • Iris Sadlowski
    Antworten

    Und das Mückenspray nicht vergessen