Mein erster Ausflug in Sabah!

Schon an meinem dritten Tag in Borneo, durfte ich auf einen Tagesausflug von Rustic Borneo mitkommen!
Nach dem Frühstück holte mich unser freundlicher Gruppenführer, der liebevoll von allen Uncle Lukh genannt wird, von Zuhause ab. Unser Gast Herr Raj und seine Familie aus Penang (West-Malaysia) waren schon im Bus und bereit zur Abfahrt.

Heute sollte es zum Kinabalu Park und zu den heißen Quellen von Poring gehen. Mein erster Ausflug in Borneo!
Auf unserer Fahrt durch Kota Kinabalu erklärte Uncle Lukh uns die Sehenswürdigkeiten, die rechts und links vor unseren Fenstern erschienen.

Unser erster Halt war das Upside Down House (das umgekehrte Haus), das komplett falsch herum konstruiert wurde! Während unserer Führung wanderten wir also auf der Decke des Hauses entlang und lernten etwas über traditionelle Gegenstände, die früher von den Einwohnern Sabahs genutzt wurden.
Danach schlängelte der Bus sich die windende Straße in Richtung Berg Kinabalu, vorbei an wunderschönen Tälern hinauf. Von dem Dorf Nabalu aus, soll man den besten Ausblick auf den Berg haben, doch der wollte sich nicht zeigen und versteckte sich hinter einer dichten Wolkendecke.

 

Mount Kinabalu botanical garden

 

Nun zu meinem Lieblingspart dieser Reise: Essen! Nein, ich mache nur Spaß. Wir aßen Mittag am Fuße des Kinabalu Parks, aber mein Lieblingsabschnitt des Ausfluges war unsere Tour durch den botanischen Garten im Kinabalu Park. Uncle Lukh zeigte uns die zweitkleinste (wirklich winzige) Orchidee der Welt, fleischfressende Kannenpflanzen und einige Pflanzenarten, die von den Ureinwohnern als Heilmittel oder zu anderen Zwecken verwendet wurden. Die Luft war herrlich frisch und es war kühl unter dem Dach des Regenwaldes. Das pure grün tropischer Regenwälder ist eines der Dinge, die ich immer sehr vermisse, wenn ich zurück nach Deutschland gehe.

Der Kinabalu Park rund um den Berg Kinabalu beherbergt eine unglaubliche Vielfalt an verschiedenen Pflanzenarten und ist ein wichtiger biologischer Standort, der im Jahre 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt wurde. Zum Schluss zeigte uns Uncle Lukh die Kerosinfrucht. Entfernt man eine Frucht und öffnet sie leicht, tritt ein Saft aus ihr heraus, den man anzünden kann uns es brannte tatsächlich!

 

Kerosene frui

 

Nach unserer lehrreichen Führung ging es weiter zur Desa Dairy Farm, wo man sehen kann, woher die Milch kommt, die man in vielen malaiischen Supermärkten kaufen kann. Wenn man gegen 15 Uhr an der Farm ankommt, kann man zugucken wie die Kühe gemolken werden.

Wieder im Bus machten wir uns auf den Weg zu den heißen Quellen in Poring. Poring ist kein typischer Touristenort und ich war froh von Einheimischen umringt zu sein. Obwohl wir recht spät dort ankamen, war hier immer noch voller Betrieb. Leider hatte ich in aller Eile am Morgen meinen Bikini vergessen und ließ so nur meine Füße in dem heißen Wasser einweichen. Einheimische sagen den Quellen heilende Eigenschaften nach. Mein Fußbad war schon sehr entspannend, da kann ich mir durchaus vorstellen, dass sich ein Ganzkörperbad heilend anfühlen muss!
Wenn man etwas früher kommt, kann man zu einem Canopypfad durch die Baumkronen und zu dem Wasserfall wandern.

 

Poring river

 

Da wir alle etwas hungrig waren, hielten wir in dem kleinen Dorf Ranau und genossen, in meinem Fall, ein Roti Canai und ein geeistes Milo in einem traditionellen „Mamak-Restaurant“. Roti ist eines meiner Lieblingsessen in Malaysia. Übersetzt bedeutet Roti einfach „Brot“, aber es ist nicht wie unser Brot Zuhause, eher wie ein luftiger und knuspriger Pfannkuchen.

Nach einem langen und aufregenden Tag machten wir uns nun auf den Weg zurück nach Kota Kinabalu.
Ich war so ausgepowert, dass ich glatt einschlief und kurz vor unserer Ankunft wieder aufwachte.

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